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Jan 16 - Feb 28, 2009
Replayground

Anna Gaskell zeigt in ihrer vierten Ausstellung in der Galerie Gisela Capitain zwei Filme sowie eine Reihe von STORYBOARDS, die auf ein zukünftiges, drittes Filmprojekt der Künstlerin verweisen.

Es gibt immer subjektive und emotionale Ebenen, Erlebtes wiederzugeben und zu kommunizieren. Dabei werden diese Momente genau so wahr wie die Erinnerung. Entsprechend ihrer früheren Arbeiten richtet Anna Gaskell ihren Fokus auf diese Verhaltensweisen innerhalb zwischenmenschlicher Strukturen.

Der erste Film, REPLAYGROUND, zeigt eine Szene, in der die Künstlerin eine Gruppe Kinder in einer Vorschulklasse interviewt. Während der Gespräche erwähnen drei der Kinder wiederholt einen gemeinsam erlebten Konflikt.

Auf Grund deren Wunsch, das Erlebte aufzuarbeiten, werden die Kinder dazu aufgefordert, die Geschichte noch einmal nachzustellen.

Ein Casting-Director beaufsichtigt eine Reihe Vorsprechproben von Schauspielern, unter denen die Kinder ihr erwachsenes „Ich“ aussuchen können. Jedes Kind leitet die Akteure nach seiner Version des Streits. Alle drei Kinder zeigen die Bedeutung ihrer individuellen Absichten durch die eigene Interpretation der Geschichte. Wir sehen, wie sie darum ringen, mehr Integrität innerhalb der sozialen Strukturen zu erhalten, sodass sie entsprechend schnell lernen, Verhaltensweisen nachzuahmen.

Nach der Auseinandersetzung mit den Kindern interpretieren die Schauspieler die Geschichte neu, indem sie die verschiedenen Sichtweisen diskutieren und versuchen herauszufinden, was zwischen den Kindern wirklich geschehen ist. In PANORAMIC PAINTING führen die Schauspieler dann ihr Verständnis von dem Streit auf.
Während wir sie bei der Ausführung beobachten, sehen wir, dass sie irritiert und frustriert sind, da sie sich nicht wirklich einigen können, was wirklich geschehen ist.

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