Press Information

Oct 14 - Nov 12, 2005
Erasers

35mm S/W Film übertragen auf DVD
Dauer: 10 Min
Größe variabel

Mit ihrer dritten Einzelausstellung in der Galerie Gisela Capitain zeigt Anna Gaskell eine neue Filminstallation mit dem Titel Erasers.

Dieses Projekt entstand aus der Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin und neun jungen Mädchen, die alle die unteren Klassen der Clinton Junior High School in Chelsea (NYC) besuchten. Anna Gaskell erzählte ihnen eine wahre Geschichte aus dem Leben und instruierte sie nur, dieser Erzählung genau zuzuhören.
Eine Woche später traf die Künstlerin dieselben Mädchen im Atlantic Stage Theater, einem historischen Off-Broadway Theater in New York, und filmte jedes der Mädchen einzeln beim Nacherzählen ihrer Geschichte.

„The main characters in my narrative work are often children. I romanticize my subjects only to the extent that I am drawn to the possibility of finding an honesty of emotion that may resonate in our very adult world but can be found nowhere in it. Let’s say, for example, we consider fear. Fear is an emotion that doesn’t grow old. Our first experience of being scared out of our wits informs the way we deal with the next time, and from there the next, and so on. Some may posit that with age we begin to intellectualize our emotional responses, and that reason and common sense prevail. This may be so on the surface of things. But I am mostly curious in that initial uninhibited response, the first link in the chain. Years of ingrained logic and experience may accumulate, but none of it can unseat that first raw feeling from the gut. It’s this gut reaction that has to do with the recognition of an experience, so in this case it would be the first memory of fear. It’s this kind of memory play that I try to elicit in my work.“

Der so entstandene schwarz-weiss Film porträtiert jedes einzelne Mädchen wie es sich ihre eigene Version der ursprünglichen Geschichte ins Gedächtnis zurückruft. Jedes der Mädchen verwandelt sich in einen neuen Erzähler, der spezifische Charaktere, Plätze und Ereignisse der ursprünglichen Geschichte hervorhebt.

Mit seinen Frontalaufnahmen und der hochwertigen Qualität erinnert der Film an einen Dokumentarfilm. Anna Gaskell redigiert jedoch das Filmmaterial so, dass der Film Perspektiven, Stimmen und die zeitliche Reihenfolge wechselt, was dazu führt, dass ein neuer Ablauf der Ereignisse entsteht, der die ursprüngliche Geschichte in seiner Gesamtlänge überdauert.

 

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